So sicher ist die Fahrt mit Bus und Bahn in Corona-Zeiten

Mit Fingerspitzengefühl und
Service durch die Pandemie

eurobahn-Kundenbetreuerin Heidemarie
Wurm erlebt ebenso wie ihre Fahrgäste
ein außergewöhnliches Jahr

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Das Coronavirus bestimmt nach wie vor unser Leben und hat auch Einfluss, wie wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln umgehen. Gerade in Stoßzeiten sorgen volle Busse und Bahnen bei zahlreichen Fahrgästen für ein mulmiges Gefühl. So fühlt sich laut einer Studie des „Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) jeder Vierte im ÖPNV unwohl. Und bei Personen, die häufig öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sei das Unbehagen besonders stark ausgeprägt. Zudem gibt es Fahrgäste, die den ÖPNV aus Sorge vor einem höheren Infektionsrisiko komplett meiden, obwohl inzwischen verschiedene Studien belegen, dass es keine erhöhte Infektionsgefahr im öffentlichen Verkehr gibt.

Sowohl deutsche als auch internationale Studienergebnisse zeigen, dass der öffentliche Personennahverkehr sicherer ist, als viele Menschen glauben. Wie Prof. Dr. Kai Nagel anhand von Simulationen eindrucks-voll zeigte, ist die Wahrscheinlichkeit sich im SPNV mit dem Coronavirus zu infizieren – je nach Auslastung – um etwa den Faktor zehn bis 100 geringer als beim Besuch von Freunden. Vorausgesetzt, alle Fahrgäste halten Abstand, tragen eine Maske und ein stetiger Luftaustausch in den Fahrzeugen ist sichergestellt. In einer Studie des Imperial Colleges London haben Wissenschaftler in zwei Testreihen untersucht, wie hoch das Risiko ist, sich beim Berühren von Griffen und Fahrscheinautomaten oder im Gedränge der Züge anzustecken. In beiden Testrunden konnten die Forscher keine Spuren des Coronavirus nachweisen.

Warum es im öffentlichen Nahverkehr kein erhöhtes Infektionsrisiko gebe, hat auch Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Ende Oktober 2020 erklärt. Dies sei unter anderem auf die geltenden Hygieneregeln wie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zurückzuführen. Auch finde in Bussen und Eisenbahnen viel weniger Interaktion statt, was die Übertragung durch Aerosole unwahrscheinlicher mache.

Wie die von einer Forschergruppe um Dr. Wladimir Sgibnev durchgeführte Befragung in sechs europäischen Großstädten zeigte, befürchten die Befragten allerdings, sich im Nahverkehr mit dem Coronavirus infizieren zu können. Zur Überraschung der Forscher besonders dann, wenn sie über einen hohen Lebens- und Bildungsstandard verfügen. Diese Fahrgäste arbeiten während der Pandemie bevorzugt im Homeoffice, verändern ihr Mobilitätsverhalten und weichen auf andere Verkehrsmittel aus. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, nutzt weiter den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) – und schätzt das Infektionsrisiko deutlich niedriger ein. Diese Personengruppe kann den weniger vollen Fahrzeugen sogar positive Aspekte abgewinnen und betont, wie stressfrei und -angenehm ruhig die Fahrten im ÖPNV -derzeit sind.

Nach Auffassung der Wissenschaftler können die Erfahrungen im SPNV während der Pandemie die Art und Weise, wie Menschen sich in Zukunft fortbewegen wollen, verändern. So würden laut Prof. Nagel die Anforderungen an die Aufenthaltsqualität im SPNV steigen. Dr. Sgibnev bewertete die Perspektive für eine des ÖPNV eher positiv. Der zunehmende Verkehr in den Städten und die Notwendigkeit einer Verkehrswende würden zu einer Rückkehr zu Auslastungszahlen wie vor Corona beitragen, glaubt der Forscher.

Nach wie vor ist und bleibt der öffentliche Verkehr ein zuverlässiger und sicherer Dienstleister. Die Verkehrsunternehmen tun alles dafür, dass die Fahrgäste sicher von A nach B kommen und können dabei auf Erkenntnisse zurückgreifen, die sie aus dem ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie im Frühjahr gewonnen haben. Zahlreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wurden ergriffen – angefangen bei der Ausrüstung der Fahrzeuge mit modernen Klimaanlagen sowie Trennscheiben-Module, über die regelmäßige Desinfektion der Haltestangen, Druckknöpfe und den Tastaturen auf Verkaufsautomaten bis hin zum digitalen Ticketverkauf und dem auto-matischen Öffnen der Türen.

Eigenverantwortung und Rücksichtnahme haben zurzeit oberste Priorität, wenn das Coronavirus nicht weiterverbreitet werden soll. Das gilt auch im ÖPNV. Wer mit Bus oder Bahn mobil ist, kann sich und andere mit einfachen Vorkehrungen schützen. Das fängt bereits beim Tragen einer Maske an. Das scheint bei den Menschen angekommen zu sein. Die Zahlen der Eisenbahnverkehrsunternehmen, der DB Sicherheit und der DB Station&Service an 43 Bahnhöfen belegen: Wurden im Januar noch 929 Maskenverstöße in den Bahnhöfen und auf den Bahnsteigen zur Anzeige gebracht, waren es im Februar nur noch 398. Ein ähnliches Bild ergab sich in den Zügen. Nur in wenigen Fällen führten Maskenverstöße tatsächlich zu einer Anzeige, weil sich die allermeisten Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer an die seit dem 25. Januar geltenden Corona-Regeln halten und medizinische Masken (OP-Masken und Masken der Standards KN95/N95 und FFP2) tragen, teilte das Verkehrsministerium mit.

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