Fast ein Interview…

Die kurze Durchsage von Lurch-Peter Hansen

Viele Leute machen sich ­lustig über Ihr schlechtes Englisch. Stört Sie das?
Nein. Wenn Sie Zug-Durch­sagen in GUTEM Englisch ­hören wollen, dann ­reisen Sie doch in England.

Stimmt es, dass Sie dieses Jahr für den Oscar nominiert waren?
Ja, in der Kategorie „beste ­männliche ­Nebenhöhle“ in dem ­Schocker „Unheim­liche Ver­spätung der dritten Fahrt“.

Hat ein Mann wie Sie überhaupt noch Träume?
Ich möchte einmal nach einer Zug­teilung in Hamm „I’ve been lurching for freedom“ am Bahnsteig singen. Und dann den Zug wiedervereinigen.

Angeblich wollten Sie schon als kleines Kind unbedingt Schaffner werden.
Nicht direkt. Kurz nach ihrer planmässigen Niederkunft ist meine Mutter bei
­einem überraschenden Halt in Wolfsburg aus dem ICE ausgestiegen und hat
mich dabei offenbar in der Gepäckablage vergessen …bis heute. Ein
netter Zugbegleiter hat mich in seiner Umhängetasche großgezogen, mir
seine Entwertungszangen zum Spielen gegeben und mir fatalerweise auch
das Sprechen beigebracht. Da konnte ich dann leider nichts anderes mehr
werden als ebenfalls Schaffner.

Haben Sie eine Lieblings-Zugstrecke?
Nein, ich bestreike alle Zugstrecken gleich gerne.

Was war die verrückteste Zugdurchsage, die Sie jemals gemacht haben?
Alle Klimaanlagen funktionieren.

EXTRAZEIT-Kolumne von Lurch-Peter Hansen

Henning  „Lurch-Peter Hansen“ Bornemann

Die Figur „Lurch-Peter Hansen“ entstand während des Bahnstreiks im Frühjahr 2015. Täglich war der näselnde Eisenbahner im Hörfunk auf WDR2 auf Sendung und hatte direkt viele Fans. „Lurch-Peter Hansen ist der Anti-Held der modernen Servicegesellschaft. Der sich beim Versuch, die ganzen Ansprüche zu erfüllen, heillos verstrickt. Man kennt ihn. Er ist ­eigentlich die Realität“, charakterisiert WDR-Redakteur Andreas Neuhaus den wohl berühmtesten Zugbegleiter Nordrhein-Westfalens.

Hinter der Figur „Lurch-Peter Hansen“ steckt der Comedian Henning Bornemann, der sich ­aktuell als Jürgen mit Jötz und Jünter im Copacabana trifft, um an der ­Theke über alles ­Mögliche und Unmögliche zu philosophieren.

Zu hören ist Henning Bornemann derzeit zudem samstags von 11.05 bis 12 Uhr auf WDR5 in der Sendung „Satire Deluxe“, die er zusammen mit Axel Naumer moderiert.