Auf Spurensuche – Denkmäler & geheimnisvolle Orte

Für Abenteuer und Erlebnisse nehmen viele weite Reisen auf sich. Dabei kann das, was vor der eigenen Haustür liegt, genauso eindrucksvoll sein wie die beliebtesten Wahrzeichen der Welt. Überall lassen sich Zeugnisse vergangener Zeiten und Orte finden, die etwas Mystisches oder Geheimnisvolles umgibt. Auch in der Region gibt es zahlreiche Möglichkeiten, auf Spurensuche zu gehen. Auch im Winter.

Hermannsdenkmal bei Detmold

Vor 2000 Jahren hat der Cheruskerfürst Arminius im Teutoburger Wald ein großes römisches Heer des Feldherren Quinctilius Varus vernichtend geschlagen. 1900 Jahre später, im 19. Jahrhundert, galt dieseshistorische Ereignis als Gründungsmythos der Deutschen Nation. Bekanntestes Symbol dieses Mythos ist das Hermannsdenkmal. Mit seiner Höhe von fast 60 Metern überragt das Denkmal die gesamte Region. Bei einer Denkmalbesteigung eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über das Lipperland bis zur Weser.

www.hermannsdenkmal.de

Grube Wohlverwahrt in Porta Westfalica

Warme Kleidung ist ein Muss in der stillgelegten Grube Wohlverwahrt in Porta Westfalica. Wo seit dem 19. Jahrhundert Bergleute noch Eisenerz abbauten, werfen heute Besucher einen Blick in die tägliche Arbeitswelt der Kumpels. Interaktive Modelle veranschaulichen die Eisenerzförderung, das Schaudepot zeigt die vielen Gegenstände, die ein Bergmann bei sich trug. Und wenn es ins Besucher-Bergwerk unter Tage geht, ist nur noch eines zusagen: Glück auf!

www.bb-mk.de

Kloster der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Mauritius in Höxter

Einmal in einem Kloster schlafen wie ein Mönch – das ist in dem koptisch-orthodoxen Kloster in Höxter möglich. Die Ruine des Zisterzienserklosters aus dem 13. Jahrhundert wurde seit der Übernahme 1993 durch die Koptisch-Orthodoxe Kirche vollständig saniert und dient heute als Begegnungsstätte. Im historischen Speisesaal können Besucher mediterrane Spezialitäten wie Köfte, Falafel oder Gerichte mit Schwarzkümmel, dem „Schwarzen Gold“ der Pharaonen, genießen.

www.koptisches-kloster-brenkhausen.com

Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop

Das zwischen 1894 und 1899 erbaute Hebewerk konnte bis zu 750 Tonnen schwere Schiffe vom Rhein-Herne-Kanal auf den 14 Meter höher gelegenen Dortmund-Ems-Kanal anheben und sorgte dafür, dass der Binnenhafen Dortmund über den Dortmund-Ems-Kanal erreicht werden konnte. Heute ist das 1969 stillgelegte Schiffshebewerk Standort des Westfälischen Industriemuseums, wo die Geschichte der Kanal-schifffahrt die Geschichte des Hebewerks und der Menschen am Kanal wieder lebendig wird. Einzigartig ist die Sammlung schwimmender Arbeitsgeräte und historischer Schiffe, die im unteren Vorhafen des Hebewerks und am Oberwasser liegen.

www.hebewerk-henrichenburg.de

Kluterthöhle in Ennepetal

Die Kluterthöhle ist nichts für Leute, die sich im Dunkeln fürchten, aber für kleine und große Abenteurer, Forscher und Schatzsucher. In 380 Gängen mit einer Gesamtlänge von nahezu 5800 Metern gibt es unterirdische Seen, bizarre und geheimnisvolle Gänge und Hallen sowie versteinerte Lebewesen eines ehemaligen Riffes zu sehen. Die Luft in der Höhle gilt als besonders heilkräftig und bietet anerkannte Therapiemöglichkeiten bei Atemwegserkrankungen und Allergien. Ungewöhnliche Veranstaltungen verwandeln die Höhle zudem in eine außergewöhnliche Eventlocation.

www.kluterthoehle.de

Felsenmeer bei Hemer

Das Felsenmeer im sauerländischen Hemer mit seinem stark zerklüftetem Untergrund und zahlreichen sichtbaren Felsformationen, die sich über Jahrhunderte durch den Einfluss von Wind, Wasser und den Menschen gebildet haben, entführt die Besucher in eine andere Welt. Das Felsenmeer, das seit 2017 als Bodendenkmal eingetragen ist, kann seit einigen Jahren zwar nicht mehr direkt betreten werden. Es ist aber ganzjährig auf gut ausgebauten Wegen zu umrunden und zu erkunden. Auch führen Holzstege über das Felsenmeer und ermöglichen einen einmaligen Einblick in das Naturschauspiel, um das sich zahlreiche Mythen, Legenden und Sagen ranken. So soll hier der berühmte Zwergenkönig Alberich einen Schatz versteckt haben.

www.sauerland.com

Schloss Schieder bei Detmold

Wer dem Alltagstrubel entfliehen möchte, der kann sich wie die lippischen Fürsten im 18. Jahrhundert nach Schieder bei Detmold zurückziehen. Verborgen hinter Baumkronen liegt hier die gleichnamige Sommerresidenz inmitten der Natur. Die prächtige barocke Parkanlage mit den auf das Schloss ausgerichteten Sichtachsen eignet sich ebenso wie der englische Landschaftsgarten aus dem 19. Jahrhundert für ausgiebige Winterspaziergänge.

www.schlosspark-schieder.de

Tag des offenen Denkmals 2020

Einmal im Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen beim Tag des offenen Denkmals®, bundesweit koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, tausende Zeitzeugen ihre Türen. Im kommenden Jahr findet dieser Aktionstag am 13. September unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken“ statt.

Weitere Infos dazu unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de

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