ÖPNV-Themen aus aller Welt

Second Life für U-Bahnwagen

Die Isle of Wight ist nicht nur ein bedeutendes Urlaubsziel für die Briten und hat einen Ruf als Sonneninsel, sondern wartet zudem mit einer besonderen Art des Recyclings auf: die „Island Line“. Hier kommen ausrangierte Züge der Londoner U-Bahn zum Einsatz. Die Ältesten waren Baujahr 1938.

Der Schienenverkehr hat aufgrund eines sehr gut ausgebauten Busnetzes immer mehr an Bedeutung verloren. Vom früheren Eisenbahnnetz von über 89 Kilometern Länge ist nur noch die „Island Line“ im Betrieb, die gerade einmal 13,6 Kilometer lang ist. Am 12. Juli 1889 wurde diese Linie eröffnet und führt von Ryde Pier Head, wo heute die Fähren nach Portsmouth an- und ablegen, zum Badeort Shanklin im Osten der Insel. Damit ist die „Island Line“ eine der kürzesten britischen Eisenbahnlinien. Aufgrund der Kürze und Einfachheit der Strecke galt die „Island Line“ lange Zeit als zuverlässigste und pünktlichste Bahngesellschaft Großbritanniens. Die „Island Line“ stellt noch immer eine recht bedeutende Verbindung zwischen der Fähre vom Festland in die Küstenorte mit Badestränden dar. Dazu wird sie im Pendlerverkehr gut genutzt.

Aufgrund der besonderen Gegebenheiten im Ryde-Tunnel – durch die Nähe zur See wurde der Tunnel häufig überflutet – wurde bei der Elektrifizierung der Strecke 1967 die Gelegenheit wahrgenommen, die Bettung im Tunnel um 25 Zentimeter anzuheben. Die durchschnittliche Höhe beträgt nun 3,30 Meter. Daher konnten keine herkömmlichen Eisenbahnwagen wie auf dem Festland eingesetzt werden. Deshalb entstand eine Zusammenarbeit mit der London Underground, von der ausgemusterte und modernisierte U-Bahnwagen gekauft und in Dienst gestellt wurden.

Die erste Baureihe nach der Elektrifizierung waren die U-Bahnzüge vom Typ „Standard Tube Stock“, ab 1989 gefolgt und ergänzt vom Typ „1938 Tube Stock“. Diese Züge bestehen nur aus den Triebwagen mit den gespiegelten A- und D-Enden. Da die betagten Züge aus dem Baujahr 1938 immer höhere Wartungskosten und Ausfallzeiten produzierten, wurde im September 2019 beschlossen, diese durch neuere „D78 Stock“ zu ersetzen. Am 3. Januar 2021 fuhr der letzte Zug vom alten Typ. Die Strecke wurde am 4. Januar 2021 für eine mehrmonatige Sanierungsphase komplett geschlossen und soll Ende Oktober mit den neuen Zügen vom Typ 484 wiedereröffnet werden.

Diese Strecke wird seit den späten 1990er Jahren als „Island Line“ vermarktet und stellt noch immer eine recht bedeutende Verbindung zwischen der Fähre vom Festland in die Küstenorte mit Badestränden dar. Dazu wird sie im Pendlerverkehr gut genutzt.

Die „Island Line“ ist aber nicht die einzige Strecke, welche die Herzen von Eisenbahnliebhabern höherschlagen lässt. Auf einer weiteren Bahnstrecke betreibt die „Isle of Wight Steam Railway“ seit 1971 auf einer Strecke von 8,9 Kilometern eine mit Dampflokomotiven betriebene Museumseisenbahn. An der Zwischenstation Smallbrook Junction besteht eine Umsteigemöglichkeit.

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