Interview mit

Headline_Matthias_Opdenhoevel

Matthias Opdenhövel (51) wurde in Detmold geboren, ist dort aufgewachsen und hat dort 1990 das Abitur am Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium gemacht. Nach dem Grundwehrdienst und einem sehr kurzen Gastspiel an der Uni Würzburg (BWL-Studium) folgen Volontariate bei Radio Lippe und beim Sender VIVA, der ersten Station eines bewegten Moderatoren-Lebens. Zu sehen ist Matthias Opdenhövel dann bei den Sendern, SAT.1. VOX, ProSieben, Sport1, Arena und LIGA total!, sei es in der Unterhaltung oder im Sport.

Im Juli 2011 verlässt er den ProSiebenSat.1-Konzern und wechselt zur ARD. Dort moderiert er die Sportschau, Fußball-Groß­ereignisse wie die Europa- und Weltmeisterschaften sowie die jährlichen Skispring-Meisterschaften, aber auch Unterhaltungssendungen. Nach zehn Jahren bei der Sportschau wechselt er im Sommer 2021 zu „ran“ (  SAT.1  ) und präsentiert auf ProSieben mit Linda Zervakis das wöchentliche Journal „Zervakis & Opdenhövel. Live.“. Ebenfalls auf ProSieben moderiert er seit 2019 die Musik-Rate-Sendung „The Masked Singer“. Weitere Shows sind in Planung.

Matthias Opdenhövel, der mehrfach mit Preisen wie den Deutschen Fernsehpreis, den Deutschen Sportjournalistenpreis und die Goldene Kamera ausgezeichnet wurde, ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt mit seiner Familie in Köln. Er engagiert sich ehrenamtlich für die Deutsche Knochenmark­spenderdatei.

In Detmold geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Wie war das Leben in Detmold in den 1970er und 1980er Jahren?
Beschaulich und schön. Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit und habe den ganzen Tag Fußball und Tennis gespielt. Hatte tolle Freunde und meine Eltern haben mich in allem, was ich gemacht habe, unterstützt. Trotzdem wollte ich irgendwann raus in die Welt.

Sie sind bereits früh nach Köln gezogen. Wie ist Ihr Kontakt nach Detmold?
Ich bin damals wegen VIVA nach Köln gezogen. Mir hat die Stadt gleich gefallen und sie ist bis heute Medienhauptstadt. Die meisten TV Sendungen werden hier gedreht. Trotzdem komme ich gerne und so oft es geht nach Detmold um meine Eltern, Geschwister und Freunde zu besuchen.

Wieviel Ostwestfale steckt noch in Ihnen?
Ich glaube noch einige Prozent. Ich bin bodenständig erzogen und das hilft in der Branche. Ich mache meinen Job und dann fahre ich nach Hause. Rote Teppiche sind nicht so mein Ding.

Sie sind als Moderator in den Genres Unterhaltung
und Sport zuhause. Was machen Sie lieber?
Definitiv beides gleich gerne. Da gibt es null Priorität. Zwar wollte ich als kleiner Junge schon Sportreporter werden, aber die Showbühne fand ich dann auch nicht schlecht 😉

Wenn Sie sich zwischen den beiden Genres entscheiden müssten, auf welches würden Sie eher verzichten? Unterhaltung oder Sport?
Auf keines. Auf einem Bein kann ich nicht stehen (lacht)

2011 haben Sie sich mit dem Wechsel zur Sportschau, die „Mutter aller Fußballsendungen“, einen Jugendtraum erfüllt. Jetzt wechseln Sie zu „ran“ SAT.1. Welchen Traum erfüllen Sie sich mit Ihrem jetzigen Wechsel?
Den Traum, endlich wieder unten am Pitch zu stehen und Rasen zu riechen. In der Sportschau hatten wir zuletzt immer weniger Livespiele. Das habe ich sehr vermisst.

In einem Beitrag der Zeitschrift „Brigitte“ von 2012 haben Sie gesagt, dass Sie ein Typ seien, der sich alle fünf, sechs Jahre häuten muss. Ist das ein Grund dafür, warum Sie die Sportschau verlassen haben?
Wahrscheinlich auch. Ich wollte nochmal raus aus der Komfortzone und was Neues machen. Und das Gesamtpaket bei
ProSieben/Sat1 war einfach unschlagbar.

Die Live-Moderation des Finals der Fußball-WM am 13. Juli 2014 im Maracana-Stadion in Rio bezeichnen Sie als das bisherige Highlight Ihrer langen Moderatorenlaufbahn. Welche weiteren Ereignisse gibt es noch in Ihrer persönlichen „Hall of Fame“?
Es gab sehr viele. EM Viertelfinale 2016 Sieg im Elfmeterschießen gegen Italien, z. B. Oder die DFB Pokalfinals Dortmund-Bayern. Im Skispringen sicher die deutschen Olympiasiege 2014 in Sotchi.

Auf ProSieben moderieren Sie zudem zusammen mit Linda Zervakis das wöchentliche Journal „Zervakis & Opdenhövel. Live.“. Was ist das Besondere an diesem Format?
Dass es ein journalistisches Format in der Primetime ist, an dem sich die Zuschauer­Innen unmittelbar beteiligen können. Wir versuchen die relevanten Themen der Woche verständlich aufzuarbeiten.

Sind Sie immer noch Fan der Toten Hosen und besuchen noch regelmäßig die Konzerte?
Aber klar. Neulich habe ich mich bei Campino zur nächsten Tour angekündigt.

Was ist eigentlich aus dem Campino-Pulli geworden, den Sie von Ihrer Mutter einmal zu Weihnachten geschenkt bekommen haben?
Er ist leider den Motten zum Opfer gefallen. War damals ein sehr schwerer Tag für mich.

Worüber können Sie herzhaft ­lachen?
Pastewka, Ricky Gervais, Bill Murray, Will Farell, Modern Family, LOL und gute Bücher z.  B. von David Sedaris und Karsten Dusse.

Worüber können Sie sich maßlos aufregen?
Über Autofahrer, die nicht blinken!

Sie haben auch Bücher geschrieben, beispielsweise „Pilates für Männer: Alles, nur kein Pillepalle“. Haben Sie diese Woche schon Pilates gemacht?
Aber klar. Mehrmals

Wie sind Sie bislang durch die Corona-Krise gekommen?
Mit viel Disziplin einigermaßen. Aber ich wünschte, sie wäre bald endlich vorbei.

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