ÖPNV-Themen aus aller Welt

Der „Rasende Roland“ von Rügen

Rügen, die größte deutsche Insel, hat einige Highlights zu bieten. Besonders- -eindrucksvoll präsentieren sich die Wahrzeichen der Insel, beispielsweise die weißen Kreidefelsen, die Sandstrände, der Nationalpark Jasmund, die alten -Buchenwälder oder die gigantische Anlage in Prora – und der „Rasende Roland“.

Der „Rasende Roland“ ist nicht nur eine dampflokbetriebene Schmalspureisenbahn, die für touristische Zweck über die Insel fährt. Die Bahn ist seit 2007 vollständig in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) integriert. Im Rahmen des ÖPNV fährt die Kleinbahn mit 750 Millimeter Spurweite täglich von Putbus nach Göhren. An rund 100 Tagen im Jahr finden zusätzliche Fahrten von Lauterbach Mole ab.

24,2 Kilometer umfasst das heutige Schienennetz der historischen Schmalspurbahn, die auf eine mittlerweile weit mehr als 100-jährige und wechselvolle Geschichte zurückblicken kann. Der Abschnitt zwischen Putbus und Göhren stellt dabei den letzten verbliebenen
Teil des einst rund 100 Kilometer langen Streckennetzes der Rügenschen Kleinbahnen dar.

Die verschiedenen Strecken wurden zwischen 1895 und 1899 eröffnet, die Einstellung erfolgte schrittweise bis 1971. Lediglich die im Personenverkehr gut
frequentierte Bäderlinie überlebte den
Verkehrsträgerwechsel. Dem allgemeinen Trend folgend sollte der „Rasende Roland“ 1976 seine letzte Reise antreten. Doch Eisenbahner und Eisenbahnfreunde konnten dies in letzter Minute verhindern. Ab 1976 wurden Gleisanlagen und Fahrzeuge wieder auf Vordermann gebracht.

Mit 30 km/h Höchstgeschwindigkeit dampft der „Rasende Roland“ durch den landschaftlich reizvollen Südosten der Insel. Für die Strecke von Putbus nach Göhren benötigt die Bahn etwa eine Stunde. Dabei verbindet sie in beschau-licher Fahrt das ehemalige Residenzstädtchen Putbus mit den Ostseebädern Binz, Sellin, Baabe und Göhren.

Der „Rasende Roland“ fährt täglich zwischen 8 und 21 Uhr in einem Zwei-Stunden-Takt von Putbus nach Göhren und zurück. Dieser Takt wird in den Sommermonaten zwischen Göhren und Binz auf eine Stunde verdichtet. Zusätzlich fahren in der Kernzeit der Saison die Züge über Putbus hinaus nach Lauterbach Mole. Auch Spätfahrten bis kurz vor Mitternacht zwischen den Seebädern Binz und Göhren kommen im Sommer noch dazu.

Täglich sind Dampflokomotiven für alle planmäßig verkehrenden Personenzüge im Einsatz. Die acht Dampflokomotiven gehören zu fünf verschiedenen Baureihen. Die einzelnen Dampflokomotiven mit Baujahren von 1914 bis 1953 spiegeln dabei die Entwicklung von Dampflokomotiven für Klein- und Schmalspurbahnen über einen großen Zeitraum wider. Der Fahrzeugpark umfasst neben den acht Dampfloks auch zwei Dieselloks sowie verschiedene Reisezugwagen, Packwagen und Güterwagen. Darunter befindet sich auch ein historischer Traditionszug mit originalgetreu restaurierten Wagen, der auf Wunsch für Sonderzugfahrten gechartert werden kann.

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