Der ÖPNV in Zeiten von Corona

Es sind harte Zeiten, die wir alle derzeit durchleben. Auch die Nahverkehrs-branche hat unter der Corona-Pandemie zu leiden, denn bedeutend weniger Menschen nutzen öffentliche VerkehrsmittelIn der Hochphase der Ausgangsbeschränkungen brachen die Fahrgastzahlen um etwa 80 Prozent ein. Inzwischen sind 50 bis 60 Prozent der Fahrgäste zurückgekehrt. Das ist allerdings noch zu wenig, um die Verluste, die Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger wie der NWL erlitten haben, auszugleichen und neu durchzustarten. Es fehlt nach wie vor nicht nur an Gelegenheitsnutzern wie Veranstaltungsbesuchern oder Touristen, sondern auch an Berufspendlern, die sich derzeit noch im Homeoffice befinden. Und es gibt Fahrgäste, die den ÖPNV aus Sorge vor einem höheren Infektionsrisiko meiden, obwohl inzwischen verschiedene Studien belegen, dass es keine erhöhte Infektionsgefahr im ÖPNV gibt. „Um es klar zu sagen: Bus und Bahn sind keine Corona-Hotspots“, betont Ulrich Jaeger, Vorsitzender der NRW-Landesgruppe des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen. 

Trotz der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen ist und bleibt der öffentliche Verkehr ein zuverlässiger und sicherer Dienstleister. Die Verkehrs-unternehmen tun alles dafür, dass die Fahrgäste sicher von A nach B kommen und können dabei auf Erkenntnisse zurückgreifen, die sie aus dem ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie im Frühjahr gewonnen habenZahlreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wurden ergriffen – angefangen bei der Ausrüstung der Fahrzeuge mit modernen Klimaanlagen sowie Trennscheiben-Module, über die regelmäßige Desinfektion der Haltestangen, Druckknöpfe und den Tastaturen auf Verkaufsautomaten bis hin zum digitalen Ticketverkauf und dem automatischen Öffnen der Türen. 

Um das Vertrauen in den ÖPNV zu stärken und Fahrgäste wieder zurückzugewinnen haben Bund, Länder, kommunale Spitzenverbände und die Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs die Kampagne „#BesserWeiter“ ins Leben gerufen. Ziel ist, wieder mehr Menschen in die Busse und Bahnen zu holen. Dazu beitragen sollen Informationen zu den umfangreichen Hygienekonzepten im ÖPNV und vor allem zur Maskenpflicht.  

Seit April besteht die Plicht, nicht nur in Bus und Bahn, sondern auch an den Haltestellen und in den Bahnhöfen, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Und wenn es darum geht, Fahrgäste an die Maskenpflicht zu erinnern, werden einige Verkehrsunternehmen kreativ – beispielsweise die Kölner Verkehrsbetriebe, die sechs rheinische Promis gefunden hatdarunter Carolin Kebekus und Gaby Köster, die in ihrer ganz speziellen Art für die Masken werben. In ihren Durchsagen appellieren die Prominenten an die Eigenverantwortung und die Solidarität der Fahrgäste und erinnern gleichzeitig daran, dass ein Verstoß gegen die Maskenpflicht mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet wird. 

Eigenverantwortung und Rücksichtnahme haben zurzeit oberste Priorität, wenn das Coronavirus nicht weiterverbreitet werden soll. Das gilt auch im ÖPNV. Wer mit Bus oder Bahn mobil ist, kann sich und andere mit einfachen Vorkehrungen schützen. Das fängt bei der Maske an, was allerdings noch nicht alle Menschen verinnerlicht haben. Bei den gemeinsamen Schwerpunktkontrollen in Nordrhein-Westfalen, die am Dienstag, 24. November, stattfanden, haben Eisenbahnverkehrsunternehmen, Deutsche Bahn, Bundespolizei und Ordnungsämter insgesamt 805 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestelltDer Großteil der Menschen ohne Maske war am Vormittag bei hohem Verkehrsaufkommen im Berufs- und Schülerverkehr unterwegs. Bis 12 Uhr wurden 425 Verstöße festgestellt. Bereits am 24. August gab es landesweite Schwerpunktkontrollen. Damals gab es noch 1707 Verstöße gegen die Maskenpflicht. 

„Die Bahn ist auch in Corona-Zeiten ein sicheres Verkehrsmittel. Die allermeisten Menschen tragen ihre Maske, das haben die Schwerpunktkontrollen gezeigt. Gleichwohl werden wir auch weiter mit Kontrollen in Bus und Bahn, in Bahnhöfen, Bahnsteigen und Haltestellen auf die Maskenpflicht hinweisen“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.  

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