Auf mehr als 4.000 Quadratmetern dreht sich auf der Spitze der Rheinauhalbinsel in Köln alles um ein süßes Thema: Schokolade. Auf drei Ebenen wird hier alles Wissenswerte rund um die süße Verführung präsentiert. Die Ausstellung führt anschaulich durch die rund 5000-jährige Kulturgeschichte der Kakaobohne. Von den Anfängen ihres Anbaus bis zur industriellen Schokoladenherstellung heutiger Zeit. Besondere Höhepunkte sind das begehbare Tropenhaus mit Kakaobäumen und dem passenden Klima, eine gläserne Schokoladenproduktionsanlage und vor allem der drei Meter hohe Schokoladenbrunnen. Aus seinen vier Fontänen sprudeln jeden Tag 200 Kilogramm warme Schokolade.

Dass es das Museum überhaupt gibt, hat mit einem Traum des Schoko­ladenfabrikanten Hans Imhoff zu tun. Imhoff wollte ein Museum mit einem Brunnen, in dem unaufhörlich Schokolade sprudelt. Nachdem er 1972 in der Kölner Südstadt die Stollwerck-Fabrik übernommen hatte, entdeckte er dort durch Zufall zum Abtransport gestellte Container mit kaputten Maschinen und Verpackungsmaterialien. Sofort war ihm klar, dass er einen Schatz gefunden hatte. Diesen ließ er aufarbeiten und restaurieren, der Grundstock für ein Museum war gelegt.

Bis zur Eröffnung des Schokoladenmuseums zogen noch viele Jahre ins Land – Zeit, die Hans Imhoff nutzte, um die Kultur- und Industrie­geschichte der Schokolade erforschen zu lassen. In dieser Zeit baute er seine Sammlung auf und erweiterte sie stetig. Am 31. Oktober 1993 öffnete das Schokoladenmuseum nach nur 13-monatiger Bauzeit seine Türen und wurde zu einem nie für möglich gehaltenen Erfolg der deutschen Museumsgeschichte: Es ist mit rund 600.000 Besuchern im Jahr eine der meistbesuchten kulturellen Institutionen in Köln.

Der Rundgang durch die neun Ausstellungsbereiche gleicht einer Reise durch die Kulturgeschichte der Schokolade: beginnend bei den altamerikanischen Kulturen wie den Maya und den Azteken, über das Barockzeitalter und die Industrialisierung – bis zur individuellen Verfeinerung edler Schokoladen heute. Erfahrbar gemacht wird dies durch ein begehbares Tropenhaus, naturkundliche Informationen zum Kakao, und verschiedene Exponate der genannten Zeitalter, wie z. B. eine Silbersammlung oder zahlreiche alte Maschinen. Im Schokoladenatelier kann der Besucher erleben, wie Schokoladenprodukte ganz individuell von Hand hergestellt werden.

Wie Schokolade heute verarbeitet wird, zeigt der Produktionsbereich, der im „Bug“ des schiffsähnlichen Museumsgebäudes untergebracht ist und auch den eigens für das Museum gebauten, kunstvollen Schokoladenbrunnen beherbergt. Gefüllt mit 200 Kilogramm warmer, flüssiger Schokolade sprudelt aus zehn Edelstahlfontänen Lindt Schokolade in die Brunnenschale. Der Produktionsbereich umfasst neben dem Schokoladenbrunnen eine komplette Einheit zur Verarbeitung der Kakaobohne: über das Rösten, Brechen und Mahlen bis hin zur fertig gemischten, gewalzten und conchierten Schokoladenmasse. Eine Eintafelanlage, die Trüffelherstellung und Hohlfigurenproduktion lassen ahnen, zu welchen Köstlichkeiten Schokolade weiterverarbeitet werden kann. Rund 400 Kilogramm Schokolade werden in dieser maßstabgetreu verkleinerten Mini-Anlage täglich verarbeitet. Besucher können sich hier ihre individuelle Schokoladentafel aus drei Sorten Lindt Schokolade und 40 Zutaten zusammenstellen.

Herzstück des Schokoladenmuseums ist die Ausstellung „Braunes Gold – süße Verführung“, die spannende Einblicke in die fünftausend Jahre alte Geschichte des Kakaos gewährt – von den mythischen Zeremonien in Mittelamerika, über das luxuriöse Getränk des europäischen Adels bis zum heutigen Genussmittel für Jedermann. Aphrodisiakum, Opfergabe, Zahlungsmittel und Nahrungsmittel – auch das ist und war Schokolade.

Zudem gibt es einen nostalgischen Streifzug entlang der Schokoladenwerbung des beginnenden 20. Jahrhunderts. Dabei gibt es viele schöne und amüsante Werbeideen, Verpackungen und Automaten zu entdecken.

Ein Museumsbesuch kann auch mit einer der Führung oder einem Kursus kombiniert werden. Mit den Maîtres Chocolatiers können beispielsweise Trüffelfüllungen erfunden werden. Für alle kleinen Schokoladenfans gibt es ebenfalls ein maßgeschneidertes Angebot.

Weitere Informationen unter schokoladenmuseum.de

Anfahrt: Ab Kölner Hauptbahnhof mit der Buslinie 133 (Fahrtrichtung Zollstock) bis zum Halt „Schokoladenmuseum“. Diese Buslinie bindet das Schokoladenmuseum an das Netz der Stadtbahn, sie verbindet die Haltestellen Chlodwigplatz, Ubiering und Heumarkt. Dort verkehren zahlreiche Straßenbahnlinien.

Eintrittspreise

Wochentags:

Erwachsene                                    14,50 € (einzeln),  14,00 € (Gruppe),
Kinder / Schüler bis 18 J.                 8,50 € (einzeln),   8,00 € (Gruppe),
Familienkarte **.                             37,50 € 
Auszubildende/Studenten.             11,00 € (einzeln),  10,50 € (Gruppe), 
Senioren ab 65 J.                            13,00 € (einzeln),  12,50 € (Gruppe), 
Menschen mit Behinderung***       8,50 € (einzeln),    8,00 €  (Gruppe)

Wochenende /Feiertage:

Erwachsene                                    16,00 € (einzeln),  15,50 € (Gruppe),
Kinder / Schüler bis 18 J.                10,00 € (einzeln),   9,50 € (Gruppe),
Familienkarte **.                             42,00 € 
Auszubildende/Studenten.             12,00 € (einzeln),  11,50 € (Gruppe), 
Senioren ab 65 J.                            14,00 € (einzeln),  13,50 € (Gruppe), 
Menschen mit Behinderung***       10,00 € (einzeln),    9,50 €  (Gruppe)

* Gruppe ab 15 Personen
** Begleitpersonen mit B-Ausweis frei
*** 2 Erwachsene und eigene Kinder bis 18 Jahren inklusive

Eintrittspreise

Wochentags:

Erwachsene                                    14,50 € (einzeln),  14,00 € (Gruppe),


Kinder / Schüler bis 18 J.                 8,50 € (einzeln),   8,00 € (Gruppe),


Familienkarte **.                             37,50 €


Auszubildende/Studenten.             11,00 € (einzeln),  10,50 € (Gruppe),


Senioren ab 65 J.                            13,00 € (einzeln),  12,50 € (Gruppe),


Menschen mit Behinderung***       8,50 € (einzeln),    8,00 €  (Gruppe)

Wochenende /Feiertage:

Erwachsene                                    16,00 € (einzeln),  15,50 € (Gruppe),


Kinder / Schüler bis 18 J.                10,00 € (einzeln),   9,50 € (Gruppe),


Familienkarte **.                             42,00 €


Auszubildende/Studenten.             12,00 € (einzeln),  11,50 € (Gruppe),


Senioren ab 65 J.                            14,00 € (einzeln),  13,50 € (Gruppe),


Menschen mit Behinderung***       10,00 € (einzeln),    9,50 €  (Gruppe)

* Gruppe ab 15 Personen
** Begleitpersonen mit B-Ausweis frei
*** 2 Erwachsene und eigene Kinder bis 18 Jahren inklusive

Unser Tipp:

Einen Besuch im Schokoladenmuseum kann man sehr gut mit einem Besuch des Hafen-Weihnachtsmarktes verbinden. Vor der malerischen Kulisse direkt am Rhein gehört der Weihnachtsmarkt mit seinen rund 70 Ständen zu den großen Weihnachtsmärkten in Köln. Als besondere Attraktion ist auch dieses Jahr das Riesenrad mit dabei.

Geöffnet ist der Hafen-Weihnachtsmarkt vom 23. November bis zum 23. Dezember, täglich von 11 bis 21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr. Die Gastro hat meistens deutlich länger geöffnet. Vom 26. Dezember bis zum 7. Januar schließt nach kurzem Umbau an gleicher Stelle der Neujahrsmarkt an.

hafen-weihnachtsmarkt.de

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