Für Fahrgäste in Westfallen-Lippe

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Der Fundservice der Deutschen Bahn

Verloren?

Gefunden!

Oft reicht ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert: Man steht am Bahnsteig oder ist gerade an seinem Ziel angekommen und vermisst das Handy, den Rucksack oder den Schlüssel. Etwa eine Viertelmillion Fundsachen gehen jährlich an Bahnhöfen und in Zügen verloren. Damit Eigentümer und Gegenstand wieder zusammenfinden, gibt es den Fundservice der Deutschen Bahn. Und es lohnt sich immer, beim Fundservice anzufragen, denn es gibt weit mehr ehrliche Finder, als man denkt. Immerhin finden 60 Prozent der verlorenen Sachen zu ihrem Besitzer zurück.

 

Wie funktioniert der fundservice?

Wird beim Fundservice im Bahnhof etwas abgegeben, wird es mit genauer Beschreibung sowie Datum und Fundort in eine Datenbank aufgenommen und gelagert. Hat sich nach sieben Tagen noch kein Besitzer gemeldet, werden die Fundsachen in die zentrale Sammelstelle nach Wuppertal gebracht. Dort verbleiben sie für die nächsten 70 Tage.

 

Verloren?

Wer den Verlust eines Gegenstands bemerkt, kann diesen bei der DB-Information am Bahnhof melden, ruft unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900/199 05 99 an oder informiert sich im Internet unter www.fundservice.bahn.de. Dort kann man auch direkt ­eine Verlustmeldung mit detaillierter Beschreibung eingeben. Achtung: Gegenstände mit einem ­geschätzten Zeitwert unter 15 Euro beziehungsweise ohne erkennbaren immateriellen Wert werden nicht in der Datenbank erfasst. Bei Verlust eines solchen Gegenstandes sollte man im Bahnhof direkt nachfragen, ob er dort abgegeben wurde.

 

Gefunden!

Laut Bundesgesetzbuch ist der Finder verpflichtet, ­einen gefundenen Gegenstand unverzüglich abzuliefern. Wer etwas am Bahnhof oder im Zug findet, kann es entweder beim Zugpersonal, an der Infor­­ma­tion oder an den Service­stellen im Bahnhof abgeben. Tipp: Die Abgabe des Fundes unbedingt bestätigen und sich als ­Finder registrieren lassen. Denn der Finder hat Anspruch auf Finderlohn, wenn der Gegenstand ­einen Wert von mindestens 50 Euro hat. Bei Rückgabe einer Fundsache ist der Fundservice ­verpflichtet, dem Finder den Namen und die Anschrift des Eigen­tümers mitzuteilen.

 

Was passiert, wenn der eigentümer einer fundsache gefunden wird?

Ist der Eigentümer einer Fundsache gefunden, wird er umgehend informiert. Er kann den Gegenstand am Lagerort persönlich abholen oder sich diesen nach Hause schicken lassen. Für beide Varianten ist ein Bearbeitungsentgelt zu zahlen. Die Höhe ist abhängig von der Art der Rückgabe und der Dauer der Aufbewahrung.

 

Was passiert, wenn der eigentümer einer fundsache nicht gefunden wird?

Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden zugelassene Gegenstände versteigert. Dann schlägt die Stunde der Schnäppchenjäger: Uhren, Schmuck, Elektronik, Foto-Ausrüstung, Kleidung oder Musikinstrumente – es gibt nichts, was nicht im Zug oder am Bahnhof verloren geht und dann unter den Hammer kommt. Besonders spannend sind bei diesen Auktionen die „Überraschungen“. Das kann eine Kiste mit Kabeln, ein Bündel von Handschuhen und Schals, ein Rucksack voller Handys oder eine Tasche voll mit Parfum sein. Die Auktionen finden in der Regel einmal in der Woche in Wuppertal statt, es gibt aber auch in anderen Städten Versteigerungen. Aktuelle Termine finden Sie unter www.fundservice.bahn.de

Der besondere Tipp: Dinge, die einem am Herzen liegen, sollten grundsätzlich mit Namen oder einer Adresse gekennzeichnet werden. Das erleichtert im Falle eines Falles die Suche.

 

 

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